Achtung Dachhaie

Dach-Haie sind nach der Winterpause besonders aktiv. Die „Arbeitsmethoden“ sind verschieden, das Ziel ist immer das gleiche: den ahnungslosen Hausbesitzern um möglichst viel Geld zu bringen. Diese Methoden sind üblich: Das Dach wird einer Inspektion unterzogen. Anschließend werden poröse Ziegel präsentiert, die angeblich vom Dach des Opfers stammen. Der Schock wird ausgenutzt und der Hausbesitzer sofort zur Unterschrift unter einen Pauschal-Sanierungsauftrag gedrängt.

>> Film ansehen

Auch das ist eine beliebte Variante: Nachdem der Hausbesitzer einen Vertrag über die Sanierung zu verlockend niedrigen Pauschalpreis unterschrieben hat, wird unmittelbar mit dem Abbruch des Daches begonnen. Daraufhin wird dem Opfer erklärt, der Aufwand sei doch erheblich größer als eingeschätzt gewesen. Nun soll ein wesentlich teurerer Auftrag unterschrieben werden.

Diese Tipps gegen Dach-Haie gibt der Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks und die Innung:

--

Niemals einen Auftrag eines herumreisenden Handwerkers sofort unterschreiben.

--

Erst ein exaktes detailliertes Angebot mit Aufmaß und Einzelpositionen erstellen lassen.

-- Vor Auftragserteilung die Dachdeckerinnung anrufen, ob der betreffende Betrieb Mitglied ist oder ob er dort bekannt ist (089) 14 34 09-0 ).

 

 

 

 

 

Wenn das Dach auch kleine Reparaturen notwendig hat oder in der nächsten Zeit eine Sanierung ansteht, sollte niemals sofort und ohne Überlegung ein Auftrag unvorbereitet und übereilt an der Haustür erteilt werden. Es wird dringend geraten, ein Angebot von dem Dachdecker der eigenen Wahl einzuholen, auch wenn dann das vermeintlich günstige Angebot des Dach-Hais keine Gültigkeit mehr haben sollte. Denn nicht zu vergessen ist, dass der Dach-Vertreter auch eine Provision in Höhe von 20 Prozent oder mehr für die Vermittlung des Auftrags erhält. Das heißt, um so höher der Auftrag, um so höher die Prämie. Der eigentliche Zahlende ist der Kunde.

 

Mobile Handwerkerkolonnen arbeiten zurzeit generalstabsmäßig und in bester Drückerkolonnen-Manier ganze Stadtviertel und Gemeinden ab. Ihr Ziel ist es, teure Bauaufträge für eine Dach- oder Fassadensanierung an der Haustür abzuschließen. Gelockt wird oft mit einem kleinen Reparaturauftrag über 30 bis 250 Euro. Hat der Kunde erst unterschrieben, wird das gesetzlich garantierte Rücktrittsrecht geschickt ausgehebelt, denn schon am gleichen oder nächsten Tag rückt die Arbeitskolonne an. Kurz nach Beginn der angeblich kleinen Reparatur werden die Hausbesitzer in Panik versetzt, weil der Schaden an ihrem Dach angeblich größer als erwartet sei.

 

Entscheidungen über Sanierungen am Dach trifft man nicht an der Haustür! Sie sollten gründlich überlegt und geplant sein. Das Dach bricht mit Sicherheit nicht gleich über dem Kopf zusammen.

 

 

 logo innung-schw  

Mitglied im Leistungsverbund der Dachdecker-Innung Schwaben

 

nach oben
nach unten

Copyright © 2016-2017. Alle Rechte vorbehalten.